Veranstaltungen

  

26. Juni 2015 | 19.30 Uhr
Christoph Holzhöfer | Musiker und Dichter

Christoph Holzhöfer -Musiker und Dichter- wurde 1960 in einem kleinen Dorf im Sauerland geboren. Er lebt und arbeitete einige Zeit in Berlin und jetzt wieder im Sauerland. Er macht Musik, schreibt Gedichte (von denen einige bereits in Druck gegangen sind) und tritt damit gelegentlich auch bei diversen politischen und sonstigen Veranstaltungen auf. Neben vielen selbstverfassten und selbstkomponierten Liedern hat Christoph Holzhöfer auch eine Reihe von Vertonungen bekannter Dichter der deutschen Arbeiterbewegung, wie beispielsweise Erich Mühsam oder Kurt Tucholksy geschaffen, welche er mit eigenen Kompositionen umrahmte. Von einigen davon waren bislang gar keine musikalischen Vertonungen vorhanden. Seine Gedichte und vor allem Liedertexte haben meist einen sozial- und gesellschaftskritischen Aspekt und umfassen viele historische aber auch brandaktuelle Themen. Sein Repertoire ist dementsprechend groß und kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Da seine Lieder bisher auf keinem Tonträger erschienen sind, lassen sie sich auch nur via YouTube anhören. Er gibt auch Bücher heraus ... verdient aber nichts daran ... ist nur aus Idealismus & um die Bücher zu unschlagbaren Preisen anzubieten ... so dass jeder diese kaufen kann ...

Wenn er liest dann wird 's ... sozialromantisch ... melancholisch ... manchmal böse ... sozialkritisch ... auch politisch ... er erzähltvon guten einfachen ehrlichen wunderbaren Menschen ... schwelgt in Erinnerungen ... & noch mehr …


14. August 2015 | 19.30 Uhr
Hermann Borgerding und Ralf Preusker –
Literatischer Rock´n Roll Live

Die Dichter Hermann Borgerding und Ralf Preusker lesen aus ihren Werken und begonnenen Gemeinschaftsprojekten. Eine besondere literarische Freundschaft wird an diesem Abend öffentlich ausgelebt. Kein Blatt wird vor den Mund gehalten, der Mittelfinger wird gegen den Krebs ausgestreckt und über 90 Minuten aus Liebe zur Welt gegen die Welt gelesen. Alles wird ohne Konzept und Konventionen geschehen. Großer literarischer Rock’n’Roll mit tiefgründigen Texten tritt gegen die Freitagabendtristesse an! Also: Fernseher aus und raus aus dem Haus!

Zum zweiten Mal treffen sich Hermann Borgerding und Ralf Preusker als wahre Freunde zu einem gemeinsamen Auftritt anno 2015. Nach einem wunderbaren Abend in Ludwigsburg, werden sich die Beiden in Bad Berneck nochmals die Dichtercouch teilen, um den gemeinsamen literarischen Rock’n’Roll - mal intensiv peitschend, mal poetisch oder humorvoll - aufleben zu lassen! Die beiden Dichter, Schriftsteller und Blogger werden im Wechsel wohl improvisiert einen Abend mit Lyrik und Prosa „durchziehen“. Bad Berneck wird von einer einzigartigen Vortragsperformance heimgesucht werden. Da steht eine geballte Ladung live ausgelebter Literatur auf dem Zettel! Am Ende der Lesung werden dann die Rollen getauscht. Preusker liest dann Borgerding und Borgerding Preusker.

Hermann Borgerding zählt längst zu den wichtigsten deutschen Autoren der Gegenwart, der als mutiger und unermüdlicher Kämpfer gegen Krebs und eine erkaltete, viel zu oft unmenschlich agierende Welt anschreibt. Er zeigt seinem Krebs den Mittelfinger und schreibt unermüdlich auch über andere brisanten und aktuelle Themen. In einer Neuauflage erschien dieses Jahr sein Buch „Ausgehöhlt – Im Krebsstrudel“, das nicht nur knallhart die Krankheit „Mundhöhlenkrebs“ mit Entstellung und Todesangst beschreibt, sondern auch das Leben danach: Ein Leben in Hoffnung und dem Wunsch nach Liebe und Anerkennung als Gezeichneter; begleitet von unermüdlicher Schreibenergie als fruchtbare Strategie für das Überleben. Nach schwerer Krebs-O.P. waren Lesungen durch die massive Sprachbehinderung fast unmöglich. Heute steht Borgerding wieder selbstbewusst und ungehemmt am Lesepult und liefert Grandioses ab. Die Autorin und Verlegerin Nì Gudix beschreibt seine Texte als „eine schnörkellose Darstellung der Wirklichkeit und zugleich eine Hommage an sie.“

Der Ludwigsburger Autor, Künstler, Literaturförderer und Vorleser Ralf Preusker tritt selten, dann aber wohl überlegt, mit eigenen Produktionen an die Öffentlichkeit. Der Essener Dichter Urs Böke beschreibt Preuskers Werk, das mittlerweile ausschließlich verlags- und rechenschaftsfrei veröffentlicht und gebloggt wird, wie folgt: „Preusker schreibt seine Existenz an die Wand in Zeilen, die manchmal erst beim zweiten Blick ihre Verzweiflung und Trauer offenbaren. Der Dichter hier braucht keinen Egolärm, sondern nimmt die Hoffnungslosigkeit der Welt sacht an die Hand, um den Versuch Mensch bodentief auszuloten. Was helfen könnte ist Liebe, doch auch die verstrickt sich halbseiden und angetrunken im Alltag.“ Preusker ist 1. Vorsitzender des Literaturvereins Litera Freak e.V., ist Herausgeber einer neuen Ludwigsburger Anthologie und hat derzeit einen philosophisch-lyrischen Gedichtband mit Dr. phil. Johannes Preusker veröffentlicht. Die Malerei hat er zugunsten seiner Schreiberei längst aufgegeben.

Blogs und Bücher aus der Feder von Preusker und Borgerding sind gedruckte Beispiele für eine große und ungekünstelte poetische Kraft und Zeichen einer sehr tiefen Liebe zu den Menschen, die sich aber auch herber Kritik und Ironie unterziehen lassen muss. Die oft scheinbar schöne Welt wird lyrischer und philosophischer Prüfung unterzogen und es wird unermüdlich humaner Kälte, Gleichgültigkeit, Gefühllosigkeit, Ungerechtigkeit und Depression der Kampf angesagt; stets ohne politische Allüren oder Larmoyanz. Immer bewahren sie ihre literarische und menschliche Authentizität und einen wohlfeilen Humor. Letztendlich kanalisiert sich ihre Werke stets aus der Anklage heraus in Hoffnung und den Mut zur unverstellten Liebe und bewusst gelebter Solidarität mit den Schwachen.

Infos über Hermann Borgerding unter:
http://www.hermann-borgerding.de/
http://hermannborgerding.blogspot.de/
https://www.facebook.com/hermann.borgerding

Infos über Ralf Preusker und Litera Freak e.V:
http://ralf-preusker.blogspot.de/
www.beautiful-freak-arts.com
https://www.youtube.com/channel/UCoepwfw-51Vl3cRPuw1zmqQ

 

18. Septemer 2015 | 19.30 Uhr
Arturo De Las Cosas
L
etzte Zuckungen der schnappenden Schildkröte 

Undiplomatische Kampfgesänge & Wehklagen auf West-Hoch-Deutsch und US-Amerikanisch
Arthuro („Art“) de las Cosas wehrt sich gegen eine irreale Welt, in die er sich unverschuldet von einer völlig verrückten Realität hineingeworfen glaubt. Seine Waffen sind Worte - geschickt getarnt als moderne Lyrik.
Mit sprachlichem Thai-Chi läßt er die üblichen Versuche, ihm in Erwartungen zu verpacken, ins Leere laufen und bringt sie aus dem Gleichgewicht, ins Taumeln. Art ist fanatischer Anhänger einer wirklich wahren Wahrheit und zynischer Zweifler zugleich. Keine Peinlichkeit ist ihm Fremd: Politik, Liebe, Plagiat, Sperma, Poesie,... - ja sogar Reime will man bei ihm (unbestätigten Gerüchten zufolge) schon beobachtet haben.
Die „letzten Zuckungen der schnappenden Schildkröte“ sind sein Greatest Beats-Programm. Im Schweiße seines Angesichts geschlagen aus einem Steinbruch von 35 Jahren solcher Absonderungen – nicht immer schön, aber immer wieder Tiefschläge gegen deutsche & amerikanische Überheblich- und Befindlichkeiten.
Wer Arts aktuelles Programm live hören kann, erlebt eine Parforceritt durch Abgründe moderner westlicher zwischenmenschlicher und internationaler Beziehungen – jenseits der fragwürdigen Oberflächlichkeit von Poetry Slams. 35 Jahre neuer Mann und 25 Jahre neue Weltordnung kompakt zusammengepresst in 120 min Lesung.
Arthuro de las Cosas wurde bekannt durch Veröffentlichungen in den Literaturzeitschriften Maulhure (#3 und #4), Ratriot (#11), Rouge Nation (Juni 2015) und Drecksack (Juli 2015). Er lebt und schreibt überwiegend in Darmstadt und im Netz.

Arthuro de las Cosas wurde in Dores de Campos (Brasilien) als Sohn des Argentiniers Juan de las Cosas und der Brasilianerin Ana Fontes geboren. Seine Eltern gingen – als er noch sehr jung war – in die USA, wo sein Vater bald an den Folgen eines langjährigen Alkoholismus starb. Sein Stiefvater wurde als Offizier der US-Armee nach Deutschland versetzt, zunächst nach München, dann nach Darmstadt. Hier begann er zu schreiben – allerdings zunächst ausschließlich auf Englisch, die Sprache, die ihm emotional am einfachsten zugänglich war, später immer mehr auch auf Deutsch. Seine Leidenschaft begleitete ihn auf weiteren Stationen seines Vaters für die US Army, bis die Familie schließlich nach Darmstadt zurück kehrte. Arthuro lebt und schreibt in Drarmstadt und im Netz.

 

 
 
 
 
 
 
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